Wenn im Sommer draußen die Sonne scheint und die Temperaturen die 30° Marke erreichen, freut man sich über ein bisschen Schatten in seinem Garten. Eine Terrassenüberdachung schützt aber nicht nur vor zu viel Sonne, sondern bietet auch Schutz vor Regen, Hagel oder gar Schnee. Im Winter kann so ein Vordach natürlich auch Schutz für Fenster und Türen bieten, wenn die Schneefälle direkt an Terrassen- oder Balkoneingängen liegen bleiben. Auch zum Unterstellen der Gartenmöbel oder anderen Dingen wie z.B. einem Grill oder Pflanzen, dient eine Terrassenüberdachung als bestmöglicher Schutz vor direkten Witterungseinflüssen. Der optischen Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Diverse Materialien haben die unterschiedlichsten Formen und Farben für jeden Geschmack und egal ob für die Terrasse eine Ecklösung oder rundlich gestaltete Elemente nötig sind, die verschiedensten Konstruktionen machen es einem leicht, seine Ideen zu verwirklichen.

Material einer Terrassenüberdachung

Holz, Aluminium, Glas, Stoff - es gibt viele Möglichkeiten was das Material für eine Terrassenüberdachung angeht. Die einfachste Art ist meist ein Sonnensegel aus robustem Stoff. Haken an der Hauswand befestigen, zum aufspannen am Balkongeländer festmachen – fertig! Bei Markisen sieht die Sache schon wieder etwas schwieriger aus und man braucht beim anbringen mehrere helfende Hände. Die Befestigung an einer Hauswand sollte stabil verankert sein, denn schließlich hat so eine Markise meist ein hohes Gewicht das beim Ausfahren ja praktisch freitragend in der Luft hängt. Diese beiden Beispiele sind nun eher als reiner Sonnenschutz geeignet, denn bei starkem Regen, Wind oder gar im Winter sind sie keine Schutzlösung und nicht wetterfest.

Für eine Sommer- und Winterlösung eignen sich hervorragend feststehende Holz-, Aluminium- oder Glaskonstruktionen. Eine reine Holzüberdachung auf einer schönen Terrasse ist sicher die natürlichste Lösung und kann von oben und auch seitlich mit Holzlatten, Well- oder Lochblech als Sichtschutz oder diversen Glasarten (z.B. Echtglas, Plexiglas) Wind- und Wetterfest gemacht werden. Wer es ganz natürlich mag, bepflanzt sein Holzgerüst nur mit Ranken oder Reben und lässt es einfach zuwachsen. Alugerüste sind am modernsten und schönsten mit einer Echt-Verglasung und kommen einem Wintergarten optisch am nächsten.

Egal für welche Konstruktion man sich entscheidet, bei umschließenden Terrassenüberdachungen immer aufpassen, dass auch an eine Dachentwässerung gedacht wird und die Größe, Form und die Materialien auch der örtlichen Bauvorschriften entsprechen. Für jedes Deutsche Bundesland sind unterschiedliche Richtlinien festgelegt, wie groß ein Hausanbau, Wintergarten oder eben eine Terrassenüberdachung sein darf, ohne extra genehmigt werden zu müssen. Dazu ist es ratsam sich während der Planung eines solchen Projektes, vorab Informationen auf dem zuständigen Bauamt einzuholen.

Selber bauen:
Die nächste Frage ist – Selber bauen oder machen lassen?
Natürlich ist das für die meisten Leute eine Geldfrage und wenn man die Möglichkeiten (passende Werkzeuge und Talent zum Handwerk) hat, ist es sicher günstiger die Konstruktionsteile im Baumarkt zu kaufen und die Überdachung selber zu bauen. Bestellt man in einem Fachgeschäft sind im Komplettpreis meist Lieferung und Montage enthalten und eine mehrjährige Garantie ebenfalls. Selber bauen erfordert auch eine zeitlich gute Organisation. Ist man berufstätig und muss oft auch an Wochenenden oder Feiertagen arbeiten, ist es schwierig ein größeres Projekt alleine zu bewältigen. Hilfe von Verwandten oder Freuden erfordert meistens auch eine Gegenleistung und manch einer überlegt, ob sich der finanzielle Aspekt gegenüber dem Aufwand beim Eigenbau überhaupt lohnt.

Kosten eines Terrassendachs

Die Materialkosten von Bauholz und Aluminium sind natürlich sehr unterschiedlich und auch Börsenabhängig. Die Holzpreise steigen durch das weltweite Umweltbewusstsein immer höher und machen dafür auf dem Markt andere Materialien attraktiver. Deshalb ist es in der Vorplanungsphase einer Terrassenüberdachung wichtig, sich von mehreren Fachfirmen, auch für die unterschiedlichen Material-Möglichkeiten, Angebote einzuholen und diese dann zu vergleichen. Somit hat man auch die Möglichkeit den Endpreis des Anbieters im Bedarfsfall noch etwas zu drücken.

Pflege

Die Pflege der Hölzer ist sicher die aufwändigere. Nach ein bis zwei Jahren vollständig der Witterung ausgesetzt, haben die meisten Holzarten schon den ersten Anstrich nötig. Aluminium ist da etwas pflegeleichter, denn die witterungsbeständigen Beschichtungen die vom Hersteller aus schon auf der Oberfläche sind, haben eine mehrjährige Lebensgarantie und müssen eigentlich kaum gereinigt werden. Glas oder Blechverkleidungen sind ebenfalls witterungsbeständig und leicht zu reinigen. Allerdings sollte man bei Verglasungen auf den g-Wert achten, denn der zeigt an, wieviel Sonnenenergie von aussen nach innen dringt, was bei Balkon- und Terrassenüberdachungen und vor allem Wintergärten, die praktisch einen geschlossenen Raum bilden, viel Sinn macht.

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